• Hast du jemanden eingeweiht, wie du schwanger werden willst?

    Ja, ich habe als allererstes meine Schwester eingeweiht, dass ich mich inseminieren lassen möchte. Vor dem ersten Versuch wusste sie also schon Bescheid und war mir auch eine große Stütze, als es nicht geklappt hat.nnDanach habe ich meine Eltern mit ins Boot geholt, dass ich diesen Weg gehen werde. Sie hatten allerdings nicht damit gerechnet, dass es direkt beim zweiten Mal klappt und waren entsprechend (positiv) überrascht.

  • Warst du von Anfang an zu allen total offen mit der Samenspende?

    Nein, war ich nicht. Ich habe zwar niemandem etwas Falsches erzählt, ich habe aber auch nicht allen sofort gesagt, wie ich schwanger geworden bin. Engen Freunden habe ich nach und nach eröffnet, dass ich bei einer Samenbank war, aber eher beiläufig im Nebensatz. Bei anderen kam es erst zur Sprache, nachdem mein Sohn schon auf der Welt war.nnBestimmt haben sich die meisten Bekannten schon ihren Teil gedacht, aber niemand hat mich gedrängt. Und so fiel es mir auch immer leicht, den richtigen Moment für mich zu bestimmen, wann ich wem was erzähle.

  • Überlegst du schon ein zweites Kind oder ist eure Mama-Kind-Familie komplett?

    In meiner Vorstellung als Mama habe ich mich immer mit zwei Kindern gesehen. Ich bin selbst auch mit zwei Geschwistern aufgewachsen und fand das (meistens) toll.nnAllerdings bin ich auch realistisch und möchte meinem Sohn so viel von seiner Mama geben, wie es möglich ist. Er soll nicht das Gefühl bekommen, dass er mir nicht genügt.nnAktuell ist es also noch kein Thema. Da ich allerdings nicht jünger werde, wird mich diese Frage mit spätestens 40 nochmal beschäftigen.

  • Den Gedanken mit Kind allein zu sein finde ich eigentlich gar nicht so schlimm. Ich habe eher Angst vor negativen Reaktionen meinem Kind gegenüber. Hast Du da viele negative Erfahrungen gemacht?

    Solche Sorgen und Ängste sind also vollkommen normal und betreffen vermutlich die meisten – wenigstens zu Beginn. Ich glaube, dass es sogar für Spenderkinder einfacher ist, als für Kinder von getrennten Partnern, die teilweise immer noch sehr stigmatisiert werden. Aber wenn ich mir vorstelle, das Umfeld weiß, dass das Kind ein absolutes Wunschkind ist, ist es bestimmt einfacher damit umzugehen, als wenn es immer zwischen zwei Parteien hin- und hergerissen wird.nnStudien haben übrigens ergeben, dass Kinder aus freiwilligen Ein-Eltern-Familien (via Samenspende) genauso glücklich und schulisch erfolgreich sind, wie Kinder aus klassischen Mama-Papa-Kind-Familien. Die „Problemkinder“ sind diejenigen, die aus Scheidungs- und Trennungsfamilien kommen.nnNegative Reaktionen habe ich bisher nicht unmittelbar bekommen. Höchstens…

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