• Mich verunsichert der Gedanke, nichts wirklich über den Spender zu wissen. Man muss also mit den Genen leben. Hat dir das nie Angst gemacht?

    Dieser Gedanke kann etwas Angst machen, das stimmt. Bei mir war es aber so, dass ich ein deutlich besseres Gefühl dabei hatte, mir einen intensiv geprüften (psychisch, körperlich, gesundheitlich) Spender aus einer Samenbank zu wählen, als mich dem nächstbesten One-Night-Stand hinzugeben und darauf zu hoffen, dass er kein Psychopath mit einer ansteckenden Krankheit ist.nnDa ich mit dem biologischen Vater keinen Kontakt haben werde, war mir das Aussehen nicht wichtig. Zumal du nie sicher sein kannst, dass dein Kind später so aussieht, wie der biologische Vater – egal ob du nur ein Kinderbild oder, wie bei Cryos, ein Erwachsenenbild von ihm hast. Mir hilft es sogar, nicht zu wissen, wie der…

  • Was hat dich dazu bewegt, es nicht mit einem Co-Partner zu versuchen?

    Ich habe mich nicht allzu lange mit der Option des Co-Parentings beschäftigt, weil es sich von Anfang an nicht richtig für mich angefühlt hat. Aber einige Punkte poppten auf, als ich das Co-Parenting-Modell mal für mich durchgegangen bin:n n Vertrauensaufbau zum potentiellen Co-Vater dauert mir zu lange n Können er und ich uns über den jeweiligen Grad der Involviertheit als Vater und Mutter einigen? n Möchte ich mich wirklich mindestens 18 Jahre an einen fast Fremden binden? n Wie zuverlässig ist er als Vater? n Was geschieht, wenn einer von uns (berufsbedingt) umziehen muss? n Welches Motiv hat er, Vater zu werden? n Was geschieht, wenn er genetisch vorbelastet ist…

  • Wie bist du bei der Auswahl deines Samenspenders vorgegangen?

    Die Spenderauswahl ist eine so extrem persönliche Angelegenheit, dass es schwierig ist, da irgendwelche Tipps zu geben. Für mich persönlich waren aber mehrere Punkte wichtig, die ich in der folgenden Reihenfolge gesucht habe:n n Welcher Spender hat schon ein Kind gezeugt? Dieser Punkt war mir wichtig, damit ich sichergehen konnte, dass es auch bei mir klappen könnte. n Körpergröße: Da ich selbst ziemlich klein bin (1,55m) wollte ich einen Spender, der zu mir passen würde, also weder einen Riesen noch einen Zwerg. n Gesundheit: Anfangs hatte ich mich so sehr aufs Aussehen des potentiellen Spenders fokussiert, dass ich der Krankengeschichte gar keine Beachtung geschenkt habe. Bis ich gemerkt habe, dass alle…

  • Hast Du von dem Samenspender jemals ein Foto in der Ist-Zeit gesehen oder nur Kinderfotos?

    Fotos habe ich vom Spender nur aus der Zeit als Kleinkind gesehen. Das ist mir auch ganz lieb, weil ich dadurch eine kleine Geschichte um den Spender für mich kreieren kann.nnIch glaube, würde ich ein Erwachsenenfoto von ihm sehen – wie das ja z.B. bei den aktuelleren Spendern von Cryos der Fall ist – dann würde ich mich vermutlich nie richtig für einen Spender entscheiden können, weil ich ganz andere Kriterien anlege, als jemanden, von dem ich nur ein Babybild gesehen habe.

  • Dein Kind hat die Möglichkeit, später Kontakt zu seinem biologischen Vater aufzunehmen. Heißt das, dass die zwei später mal aufeinandertreffen können oder dass der Kontakt nur schriftlich erfolgen kann?

    Mein Sohn hat mit 18 Jahren die Möglichkeit, Kontakt zu seinem Spendervater aufzunehmen. Wir werden hier von der Samenbank (weil seine Zeugung vor dem 01. Juli 2018 erfolgte) Kontaktdaten des biologischen Vaters erfahren. Dieser kann dann mit entscheiden, in welcher Form der Kontakt weitergeht, ob per E-Mail, per Telefon oder über ein persönliches Treffen. Das stellt sich erst dann heraus, wenn der Tag X gekommen ist.nnEntscheidest du dich für einen Spender von einer deutschen Samenbank, darf dein Kind schon ab 16 Jahren die Kontaktdaten erhalten bzw. noch früher, wenn du dich mit dem DIMDI (da werden die Spenderdaten seit dem 01.07.2018 gelagert) in Verbindung setzt. Auch hier weißt du aber…

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